Hervorragende Resonanz beim Seminar zur Gartendenkmalpflege

25.04.2015 15:23 von Christine Andres


Am 30. und 31. März 2015 fand in Düsseldorf das von der AGS e.V. (Arbeitsgemeinschaft Sachverständige im Gartenbau-Landschaftsbau –Sportplatzbau) organisierte Seminar zum Thema Zerstörung historischer Gärten durch Extremwettersituationen statt. 30 Teilnehmer und Referenten reisten aus der gesamten Bundesrepublik an, um über die Konsequenzen des Orkans Ela zu diskutieren. Die Tage gliederten sich in drei Sequenzen. Die erste Sequenz war den theoretischen Grundlagen vorbehalten. So referierte Peter Jordan in gewohnter Prägnanz zur Begrifflichkeit der Gartendenkmalpflege, unter den Stichworten: „alles ganz genau so und alles ganz anders“. Prof. Dr. Andreas Roloff (TU Dresden) zeigte nachdrücklich die Reaktion von Bäume auf Veränderungen Möglichkeiten ihrer Anpassung. Die Eigenschaften der Böden, hier vor allem die anthropogen Einflüsse, der Stadtböden wurden von Dr. Andreas Kastler (ahu AG Aachen) anschaulich dargestellt.

In der zweiten Sequenz wurden die Teilnehmer von Dipl. Ing. Doris Törkel, der Leiterin des Garten-, Friedhofs-, und Forstamt der Landeshauptstadt Düsseldorf mit ihrem Bericht über die Schäden, den Umgang und die vielfältigen Aufgaben eingeführt. Dipl. Ing Tobias Lauterbach, der Gartendenkmalpfleger der Stadt Düsseldorf zeichnete ein aussagekräftiges Bild der betroffenen Gartendenkmäler.

In den drei Werkberichten der beauftragten Landschaftsarchitekturbüros Holger Paschburg, Irmela Löw und Ehm Eike Ehrig zeigten sich die unterschiedlichen Herangehensweisen, die von den Gestaltungen und Zuständen der jeweiligen Gartendenkmalen vorgegeben wurde.

Eine angeregte Diskussion, moderiert von Jochen Martz, Vorsitzender des Arbeitskreises Historische Gärten der DGGL, beendete einen spannenden Tag mit hervorragenden Vorträgen.
Der zweite Tag bzw. die dritte Sequenz war gänzlich den Parkanlagen gewidmet. Der Sturm Niclas, der sich in Teilen von Deutschland zum Orkan ausweitete, begleitete die Teilnehmer bei Ihrem Gang durch sechs vom Orkan geschädigten Gärten. Bei der Abschlussdiskussion zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt von den zahlreichen Maßnahmen, die im letzten dreiviertel Jahr von der Stadt Düsseldorf getroffen worden sind. Zahlreiche Stimmen sehen die Chancen, die durch dieses Sturmereignis ergriffen werden können, gleichfalls wurde ein hoher Forschungsbedarf sichtbar. Die Teilnehmer sprachen sich für eine weitere intensive wissenschaftliche Begleitung aus, auf die bei zukünftigen Sturmereignissen zurückgegriffen werden könnte. Jutta Curtius, als Organisatorin dieser Veranstaltung nahm all diese Themen auf und die AGS wird zu weiteren Themen der Gartendenkmalpflege im Jahr 2016 einladen.

Jutta Curtius

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